Über fünfzig Jahre: Ideen, Erfahrung und Leidenschaft fürs Handwerk.

15. November 1955: Die Schreinerei MOSER wird gegründet.
Unsere Firmengeschichte beginnt in der Breitestraße in Haslach. Alfred und Erna Moser, die Eltern des heutigen Inhabers Thomas Moser, übernehmen die Schreinerei FALK mit vier Beschäftigten, darunter auch der noch heute im Unternehmen tätige Mitarbeiter Josef Künstle.
Auf einer Fläche von rund 300 m² wird ein Umsatz von ca. 7.500,00 DM erwirtschaftet, bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 1,10 DM. Die Werkstatt verfügt über die damals übliche Technik der Transmissionen – mit Holzrädern und Lederriemen, die die bescheidenen Maschinen antreiben. Leimofen und eine fast offene Feuerstelle spucken Funken und kleine Flammen in den Raum. Fast jährlich werden neue Maschinen angeschafft.

1962: MOSER zieht um.
Eine Erweiterung ist unumgänglich. So wurde die bestehende Betriebsstätte in der Breitestraße durch ein (für damalige Verhältnisse) großräumiges Wohn- und Bürogebäude mit Ausstellungsfläche erweitert.

1972: Tod des Firmenchefs Alfred Moser.
Im Frühjahr bestellt Alfred Moser eine siebenspindelige Hobelmaschine, kann jedoch die Lieferung dieser für den damaligen Fensterbau sensationellen Produktionshilfe nicht mehr miterleben. Sein Tod am 07. November 1972 stellt das Unternehmen vor große menschliche und organisatorische Probleme. Nur durch den unermüdlichen, ja fast übermenschlichen Einsatz der Witwe und Mutter kann der Betrieb mit seinen sieben Mitarbeitern aufrechterhalten werden, bis der Sohn und heutige Firmenchef Thomas Moser 1977 mit 22 Jahren die Meisterprüfung ablegt.

1981: Neuer Chef, neue Wege.
Bei der Betriebsübernahme durch Thomas Moser zu Jahresbeginn erzielt MOSER einen jährlichen Umsatz von ca. 300.000 €. 1982 wird in eine komplette Fenstermaschine investiert. Diese Investition bringt einen Riesenschub für das Unternehmen. In den Folgejahren wird der Kundenstamm ausgeweitet. Auch Aufträge und Umsätze steigen.
Die Folgen: Die Ausstellungsräume werden in einen Spritzraum umgewandelt. Zum Teil lackiert man in Freien. Das Massivholz wird mühsam in den zweiten Stock geschafft. Der Ofen weicht einer neuen Breitbandschleifmaschine, die neue Kantenleimmaschine bringt 30 m2 Raum. Tragende Holzkonstruktionen werden im Laufe der Jahre entfernt, die Holztreppe in den 2. Stock wird ausgebaut, Wände sind auf einmal nicht mehr da. Die Werkstatt steht voller Maschinen.
Um effiziente Betriebsabläufe zu gestalten, ist eine räumliche Veränderung erforderlich – doch die Erweiterung auf dem eigenen Areal ist nicht möglich.

1989 und 1990er-Jahre: MOSER schafft mehr Raum.
Zwischenzeitlich ist der Betrieb in der Breitestraße auf 18 Mitarbeiter angewachsen. Der Umsatz erreicht 900.000 Euro. Fuhrpark und zahlreiche Mitarbeiterfahrzeuge schränken den Platz in der Breitestraße weiterhin ein.
1986 ist der erste Grundriss für ein neues Gebäude bereits auf Papier gebracht, 1988 beginnt die Planungsphase und am 13.04.1989 ist der erste Spatenstich für den Neubau im Gewerbegebiet Grün in Schnellingen. Am 18. Mai 1990 wird die Eröffnung gefeiert.
Auf einer Fläche von 2.000 m² entsteht die MOSER GmbH – mit den beiden Abteilungen Fensterbau und Innenausbau. Das Unternehmen beschäftigt nun 30 Mitarbeiter, acht Auszubildende und fünf Büroangestellte.
MOSER liefert Fenster im Westen, in den Osten, nach Frankreich und in die Schweiz. Im Innenausbau arbeiten wir in verschiedenen Sparten, wie Möbel- und Ladenbau, Gaststätten, Hotel- und Fremdenzimmer, aber auch Wohn- und Schlafzimmer.
1991 und 1992 sprechen Kommunen und Politiker von der Notwendigkeit der Kindergartenplatz-Sicherung. Die Herstellung von Kindergartenmöbeln erweist sich als großer Erfolg – wird jedoch wegen mangelnder Kostendeckung Ende 1994 schweren Herzens eingestellt. Danach wird zunehmend der Mineralwerkstoff CORIAN® verarbeitet.

1996: Neuer Standort, innovative Technologien.
Im neu erschlossenen Industriegebiet Mühlegrün wird auf 10.000 m² eine Neubauplanung verwirklicht, mit rund 4.500 m² Produktionsfläche. Der Umzug erfolgt mit 45 Mitarbeitern. Der Jahresumsatz beträgt zu dieser Zeit 2,4 Mio. Euro.
Es entsteht die dritte Abteilung, die CORIAN®-Technik. Die einzelnen Abteilungen agieren als selbstständige Profitcenter: Synergieeffekte, wie der kapazitätsbedingte Austausch von Mitarbeitern in der Produktion, werden genutzt. Auch die Auslastung der Maschinen bringt eine gute Produktivität. Das Umsatzvolumen erreicht 5,1 Mio. Euro.

2001 - 2004: Weiteres Wachstum und "MOSER goes East".
Die Mitarbeiterzahl ist auf 70 gestiegen. Durch Zukauf von 4.000 m² Anbaufläche entsteht eine zusätzliche Lagerfläche mit 1.200 m².
Aufgrund der Marktnähe soll künftig auch im Ausland produziert werden, jedoch nicht auf Kosten des Standortes Deutschland. Im Oktober 2004 wird daher in Gaobeidian (China) mit einem chinesischen Fensterbau-Unternehmen ein Joint-Venture gegründet. Die Firma SHUNDA-MOSER produziert ausschließlich für den chinesischen Markt.

2005: MOSER braucht mehr Platz.
MOSER beschäftigt mittlerweile 75 Mitarbeiter – auf 4.500 m² Produktionsfläche sowie in zwei Zelthallen, bei einem Jahresumsatz von 6 Mio. Euro. Aufgrund der Entwicklung und der sehr guten Auftragslage, vor allem in den Bereichen Innenausbau und CORIAN®-Technik, muss die Produktionsfläche nochmals erweitert werden, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Die Entscheidung für den Neubau einer Produktions-, Kalt- sowie Logistikhalle war nicht leicht – insbesondere aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Bauwirtschaft. Mithilfe staatlicher Fördermittel sowie dank der Unterstützung unserer starken Finanzpartner, der Sparkasse Haslach-Zell und der Volksbank Kinzigtal kann die Baumaßnahme realisiert werden.
Durch die Investition in Höhe von 4.670.000 Euro werden die bestehenden Arbeitsplätze gesichert. Zudem entstehen mindestens 15 neue Arbeitsplätze, darunter zwei Ausbildungsplätze.

Heute: Die aktuelle Situation in den drei Bereichen.
Der Fensterbau vertreibt mit einem eigenen Außendienstmitarbeiter Holz- und Holzalufenster, dabei hat man sich zusätzlich auf Pfostenriegel-Konstruktionen für den Glasfassadenbereich spezialisiert. Das Angebot wird durch eigen gefertigte und als Handelswaren bezogene Haustüren vervollständigt.

Durch Zusammenarbeit mit Planern und Objekteinrichter bietet der Innenausbau ein erfolgreiches Konzept, insbesondere für den Bereich Ladenbau und Praxiseinrichtungen. Der steigende Umsatz aus dem Zulieferbereich für die Industrie zeigt, dass auch hier ein Potenzial steckt.

 Die CORIAN®-Technik als jüngste Abteilung hat ihre Schwerpunkte im Zulieferbereich für Schreinereien, Küchenstudios und Sanitärfachhandel. CORIAN® ist vielseitig einsetzbar: in der kommerziellen Sanitäranwendung, bei Thekenanlagen, in der Küche und natürlich im Bad.

2008
Auch im Jahr 2008 wächst die Moser GmbH weiter. Die CNC Maschine im Innenausbau läuft bereits 2-3 Schichten und es ist zusätzlicher Bedarf notwendig.
Eine 2 CNC wird angeschafft um das Auftragsvolumen bearbeiten zu können, flexibel zu bleiben und weiterhin schnelle Lieferzeiten zu gewährleisten.

2009
Ein Jahr der doppelten Freude. Deutschlands bester Schreinergeselle 2009 Matthias Obert kommt von der Moser GmbH. Begonnen hatte sein Durchmarsch mit dem besten Gesellenstück im Innungsbezirk Wolfach, danach folgte der Kammersieg in Freiburg, der Landessieg in Stuttgart und beim Bundesleistungswettbewerb konnte er sich gegen 11 Mitstreiter durchsetzen.

Ein weiterer Grund zur Freude war der 1. Platz des jährlich ausgeschriebenen Thalhofer-Innovationspreises des Schreinerhandwerks Baden-Württemberg. Mit dem Thema „Schreinerei-Plus“ Individuelle Produkte und mehr, hat die Moser GmbH in der Kategorie Betrieb über 10 Mitarbeiter gewonnen.

2010
Im Fensterbau wird kräftig weiter investiert. Um den anspruchsvollen Wünschen der Kunden gerecht zu werden, flexibel und für die Zukunft gerüstet zu sein, wurde eine vollautomatische Fenster-CNC in Betrieb genommen. Die Maschinen bietet Vielfalt ohne Systemgrenzen. Auch zukünftige Anforderungen können durch Werkzeugwechsel ohne Probleme gemeistert werden.
Es können ca. 14 Systeme gefahren werden in 34 Varianten. Materialeinsparung und eine noch genauere Präzision sind extrem umweltfreundlich und Energiesparend.
Einheimische Hölzer stehen heute zu 85% im Vordergrund.

MOSER in Zahlen:
Anzahl Beschäftigte: 100 / Stand Juni 2010
Produktionsfläche: 8.850 m2
Ausstellungsfläche: 500 m2
Logistikhalle: 940 m2

Welche Wünsche haben Sie?
Lassen Sie sich inspirieren! Von MOSER.